Hauptübung in der Sparkassenakademie
am 25. Oktober 2003

"Achtung Feueralarm, bitte verlassen Sie sofort das Gebäude!" so tönte es uns aus den Lautsprechern der  Sparkassenakademie entgegen, als wir um 15:30 mit unseren Einsatzfahrzeugen zur diesjährigen Hauptübung am Übungsobjekt ankamen. Auf dem Dach und auf den Balkonen standen Menschen, die sich vor dem Rauch dorthin geflüchtet hatten, denen aber der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten war.

Unser stellvertretender  Kommandant Ralf Vollenkemper hatte das Übungsszenario erarbeitet und leitete die Übung. Da die Brandschutzvorrichtungen der Sparkassenakademie hervorragend sind, mussten manche Annahmen etwas konstruiert werden, um überhaupt einen "Katastrophenfall" zu erreichen.
 


Der Angriff auf das Feuer beginnt
 


Die ersten "Verletzten" werden vom Dach geholt
 

Folgende Ausgangssituation war also gegeben:
Im Zimmer 240 im 2. Obergeschoß im Bauteil II kam es zu einem Brand. Die Person, die sich im Zimmer aufhielt, wollte sich noch retten, brach jedoch beim Fluchtversuch in der Türe zusammen. Dadurch konnte der Qualm in die Flure gelangen. Die Tür zum Bauteil I wurde bei Umzugsarbeiten unterkeilt und stand somit auch offen. Deshalb waren die üblichen Rettungswege ebenfalls verqualmt und konnten nicht benutzt werden. Die Personen retteten sich nun auf die Balkone im 2. Obergeschoß. Damit waren Sie zwar vor dem Qualm sicher, konnten das Gebäude jedoch nicht mehr verlassen.

Im 4. Obergeschoß des Bauteil I befand sich eine Klasse im Schulungsbereich. Der Ausbilder reagierte nicht auf den Räumungsalarm, da er ihn für einen Fehlalarm hielt. Somit konnten sich die Personen nur noch auf das Dach retten. Aus diesem Grund wurde auch die Drehleiter aus Filderstadt-Bonlanden angefordert, die die Menschenrettung übernahm, und die Personen vom Dach des Gebäudes holte. Aufgrund der vielen "eingeschlossenen" Personen wurde auch noch die Nachbarwehr aus Filderstadt-Sielmingen alarmiert. die dann ebenfalls Personen von den Balkonen retten mussten.


Die Menschenrettung über die Schiebeleiter


Die "Verletzten" werden vom DRK versorgt
 

Die geretteten Personen wurden anschließend zu einem Sammelplatz gebracht und dort vom DRK weiter versorgt. Die große Anzahl der verletzten Personen (insgesamt 16) stellte nicht nur das DRK sondern auch die Feuerwehrleute vor eine große Herausforderung, die aber von allen mit Bravour gemeistert wurde. Nachdem alle Personen in Sicherheit und der "Brand" gelöscht war, wurde das Gebäude mit dem Hochdrucklüfter wieder rauchfrei gemacht. Denn um alles realistisch zu gestalten, wurden Nebelmaschinen eingesetzt, mit denen der 2. Stock "verraucht" wurde. Diese Nebelmaschinen erzeugen einen Rauch, der zwar ungiftig ist, die Sicht im Gebäude jedoch erheblich einschränkt.

 

Nach ca. 1 1/2 Stunden waren alle gestellten Aufgaben gemeistert und wir konnten unsere eingesetzten Geräte wieder verstauen. Nachdem dann alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden, trafen sich alle Beteiligten im Rettungszentrum zur Nachbesprechung. Einsatzleiter Ralf Vollenkemper erläuterte die Übung nochmals, zeigte sich jedoch alles in allem zufrieden mit den Leistungen der Einsatzkräfte. Auch Bürgermeister Ingo Hacker und Kommandant Gerhard Fuchs fanden nur lobende Worte über die Durchführung unserer diesjährigen Hauptübung. Diese wurde dann mit der traditionellen "Schlachtplatte" und ein paar gemütlichen Stunden im Rettungszentrum abgeschlossen.

Mit der AL18 werden weitere Personen gerettet

   


Ein Blick auf einen Teil der Fahrzeuge


Für Einsatzleiter Ralf Vollenkemper geht eine anstrengende Übung zu Ende

 

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