13.8.2006

           

Waldbrandübung im Sauhag am 11.8.2006

 

 
An diesem Abend stand zwar nur eine Gruppenübung auf dem Übungsplan, diese wurde jedoch aufgrund der Trockenheit der letzten Wochen und der dadurch angestiegenen Waldbrandgefahr zu einer "überregionalen" Übung ausgeweitet.

Es wurde angenommen, dass mitten im Waldgebiet "Sauhag" ein Flächenbrand entstanden ist. Da dieser sich bereits auf eine größere Fläche ausgebreitet hat, wurden die Wehren aus Berkheim, Denkendorf, Filderstadt-Bernhausen, Filderstadt-Sielmingen, Köngen, Ostfildern-Nellingen, Wendlingen und Wolfschlugen mit alarmiert. Ebenfalls wurde das HTLF der Flughafenfeuerwehr zum Einsatz gerufen.


Die Fahrzeuge im "Bereitstellungsraum"
 


Kreisbrandbrandmeister Bernhard Dittrich und Kommandant Gerhard Fuchs im Gespräch vor dem ELW
 

Der Bereitstellungsraum für die 9 Wehren mit insgesamt 16 Fahrzeugen war der Parkplatz der Sparkassenakademie. Von dort aus gingen zuerst die LF16 aus Neuhausen und Filderstadt-Sielmingen in den ersten Einsatzabschnitt zur Brandbekämpfung. Das LF8 aus Neuhausen legte dann  als 2. Einsatzabschnitt eine Schlauchleitung zum TLF24/50 aus Filderstadt-Bernhausen. In diesem 3. Einsatzabschnitt war auch der GWT aus Wolfschlugen eingesetzt, der einen Wasserbehälter mit 10.000 Litern aufgestellt hatte. Dieser Wasserbehälter war zusammen mit den 5.000 Litern im TLF24 der "Wasserpuffer" für die Wasserversorgung an der Einsatzstelle.
Aufgabe der insgesamt 7 Tanklöschfahrzeuge (TLF) war es nun,  einem Ringverkehr zwischen der Wasserstelle in der Hohlgasse und dem Wasserbehälter (ca. 4 km) aufzubauen. Da an der Einsatzstelle insgesamt 10 Rohre im Einsatz waren, die pro Minute ca. 1.000 Liter Wasser benötigten, mussten die TLF's diese Wassermenge bereitstellen. Ein  TLF hat eine Tankkapazität von ca. 2.500 Litern, das  HTLF vom Flughafen 5.000 Liter. Daher musste alle zweieinhalb Minuten ein TLF beim Wasserbehälter eintreffen, um die benötigte Menge an Löschwasser bereitzustellen. Dies klappte zu Beginn der Übung nicht reibungslos, da es sehr schwierig ist, 8 Fahrzeuge in den Ringverkehr einzureihen. Diese Schwierigkeiten wurden jedoch erwartet.


Das HTLF der Flughafenfeuerwehr bei der Wasserabgabe in den Pufferbehälter
 


Die Brandstelle
 

Aber bereits in der 2. Runde der Fahrzeuge war der Rhythmus gefunden und die Wasserversorgung an der Brandstelle gesichert.

Außer den Löschfahrzeugen waren noch insgesamt 6 Fahrzeuge für die Einsatzleitung an der Übung beteiligt.

Nach ca. 2 1/2 Stunden wurde die Übung dann beendet und alle Fahrzeuge trafen sich nochmals auf dem Parkplatz der Sparkassenakademie bevor es dann zum Rettungszentrum ging.

Bei der anschließenden Besprechung hob Kommandant Gerhard Fuchs hervor, dass im Ernstfall aufgrund der Entfernung von ca. 2 km zwischen Wasserentnahme und Einsatzstelle zwar kein Ringverkehr aufgebaut würde, sondern die Wasserversorgung über B-Leitungen sichergestellt wird. Ziel der Übung war es jedoch, Erfahrungen mit dem so genannten "Pendelverkehr" zu sammeln.

Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich betonte bei seiner Betrachtung der Übung, dass bei uns, aufgrund der Mischwälder, Brände wie sie zur Zeit in Spanien wüten, fast ausgeschlossen sind. 

Im Anschluss konnten sich dann alle Beteiligten mit einem guten Vesper stärken und konnten noch ein paar gemütliche Stunden im Rettungszentrum verbringen.


Beim "Auftanken" in der Hohlgasse



Das HTLF reiht sich in den Ringverkehr ein

Bei der "Manöverkritik"
 

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