9.11.2006

           

Hauptübung am 21. Oktober 2006

bei der Fa. Balluff

 

 
Am Samstag 21. Oktober 2006 durften mal wieder die Sirenen in Neuhausen beweisen, dass sie noch funktionierten. Nachdem ja die Alarmierung sonst immer über Funkmelder erfolgt, wird aus Anlass der Hauptübung auch mal eine "lauter" Alarm gegeben.

In diesem Jahr wurde als Übungsgelände die Fa. Balluff in Neuhausen ausgewählt. Als Übungsannahme ist es bei Arbeiten an der Heizungsanlage im Technikgeschoss (4. OG) zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand gekommen. Die Sprinkleranlage hat ausgelöst. Wenn es in einer Sprinkleranlage zu einem plötzlichen Druckabfall kommt, wird (fast immer) automatisch ein Feueralarm ausgelöst. Bei der Fa. Balluff ist dies so, und daher wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuhausen alarmiert.


Die Wasserversorgung wird aufgebaut
 


Auch das betreuen von Verletzten gehört zu Aufgabe der Feuerwehr
 

 Die Firma wurde vor dem Eintreffen der Feuerwehr weitgehend geräumt. Als wir vor Ort waren, ist jedoch nicht eindeutig klar, wie viele Menschen sich noch im Gebäude befinden. Auch werden die beiden Arbeiter, die an der Heizungsanlage beschäftigt waren, noch immer vermisst. Aufgrund der Höhe des Gebäudes und der Tatsache, dass mit sehr vielen Verletzten zu rechnen war, wurden die Kameraden aus Filderstadt-Sielmingen mit dem LF16 und die Drehleiter aus Filderstadt nachalarmiert.

Das LF16 aus Neuhausen hatte die Aufgabe, die Steigleitung am Gebäude sowie die Sprinkleranlage mit Wasser zu versorgen und die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung über das Treppenhaus Nord vorzunehmen.

 Die Mannschaft des GWT unterstütze die Kameraden von LF16 bei der Leitungsverlegung und hatte zusätzlich die Aufgabe, das nicht verrauchte 2 und 3. Obergeschoss nach Personen abzusuchen.

Die Kameraden vom TLF16 Gingen über das Treppenhaus Süd zur Menschenrettung und Brandbekämpfung auf das Dach. Außerdem hatten sie die Aufgabe, die Steigleitung mit Wasser zu versorgen. Des weiteren sollten sie die Ausbreitung des Feuers über das Dach verhindern. Das LF16 aus Filderstadt-Sielmingen hatte die Aufgabe, über das Treppenhaus Nord das erste und zweite Untergeschoss nach Personen abzusuchen.



Das Dach wird gesichert
 



Ein "Schwerverletzer" wird über die Drehleiter in Sicherheit gebracht
 

Die im Gebäude verbliebenen und teilweise verletzten Personen wurden auf das Dach gebracht und von dort mit der Drehleiter aus Filderstadt in Sicherheit gebracht und dem DRK übergeben.

Die Schwierigkeit bei dieser Übung bestand darin, dass niemand von der Einsatzleitung wusste, wie viele Personen sich noch im Gebäude aufhielten. Daher musste das gesamte sehr weitläufige Gebäude nach Personen abgesucht werden. Als dann nach einiger Zeit sicher war, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, konnte die "Brandbekämpfung" mit allen verfügbaren Mitteln durchgeführt werden.

Nach ca. 2 Stunden wurde dann "Feuer schwarz" gemeldet und unsere diesjährige Hauptübung neigte sich dem Ende zu.

Im Rettungszentrum begrüßte dann Kommandant Gerhard Fuchs alle Kameraden und erläuterte den Zweck der diesjährigen Hauptübung. Der stellvertretenden Kommandant Ralf Vollenkemper erklärte nochmals den Verlauf der Übung. Michael Luik vom DRK erläuterte die Übung aus Sicht der Roten Kreuzes. Zum Schluss zeigte sich Bürgermeister Ingo Hacker vom verlauf der Übung beeindruckt und konnte nur lobende Worte für die Abwicklung der diesjährigen Hauptübung finden.

Nach der Stärkung durch die traditionelle Schlachtplatte konnten dann alle Kameraden noch einige nette Stunden im Rettungszentrum verbringen.



Der Brandbekämpfung wird auch von der Südseite des Gebäudes vorgenommen.



Die danebenliegende Fa. Bucher wird abgeschirmt



Die Verletzten wurden sehr realistisch geschminkt.

 



 

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