1.11.2004

           

Hauptübung am 22. Oktober 2005

im Mercedes-Benz Gebrauchtteilecenter

 

 
Am 22. Oktober 2005 heulten gegen 16:00 Uhr in Neuhausen mal wieder die Sirenen. Grund hierfür war die diesjährige Hauptübung, die auf dem Gelände des "Mercedes Benz Gebrauchtteilecenters (MBGTC) der Fa. Daimler-Chrysler in der Mörikestraße stattfand.

Das Übungsszenario der Hauptübung war in diesem Jahr komplex und vielschichtig ausgearbeitet. Es wurde das gesamte weitläufige Gelände für den Übungsablauf ausgenutzt. Nun aber zum Übungsverlauf:

Es wurde angenommen, dass es beim Absaugen von Motorenöl und Benzin eines Schrottfahrzeuges durch einen technischen Defekt an der Absaugpumpe zu einer Explosion kam.


Das herabgestürzte Auto begrub einen Mitarbeiter unter sich, ein weiteres Fahrzeug fuhr auf.
 


Die brennenden Benzin- und Öltanks werden mit Schaum gelöscht.
 

Ein Fahrzeug, das an der Außenwand des Gebäudes an einem Hochregal gelagert war, fiel durch die Druckwelle herunter und begrub eine Mitarbeiter unter sich. Auf das heruntergestürzte Auto fuhr dann ein weiters Fahrzeug auf. Dessen Fahrer wurde eingeklemmt.

Der Fahrer eines Transporters, der ebenfalls über den Betriebshof fuhr,  wurde durch die Ereignisse so abgelenkt, dass er auf eine Mauer fuhr und ebenfalls eingeklemmt wurde. Im Außenbereich gerieten außerdem die Tanks für die abgesaugten Motorenöle und das Benzin in Brand.

 

 

Im Bereich der Hochregalhalle stürzte eine Gitterbox mit Gebrauchtteilen herunter und begrub eine Person unter sich. Die Mitarbeiter dieser Halle flüchteten durch das Treppenhaus ins Freie, ließen aber die Tür offen, wodurch das Treppenhaus ebenfalls verqualmt wurde und die Personen aus den Büroräumen das Haus nicht mehr über das Treppenhaus verlassen konnten..

Nach der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter wurden dann die Aufgaben verteilt. Die Mannschaft des TLF und des LF16 übernahmen den Unfall mit dem herabgestürzten PKW. Während für die Person die unter dem Fahrzeug lag "jede Hilfe zu spät" kam, stellte sich die Rettung des eingeklemmten Verletzten aus dem Personenwagen als sehr aufwendig heraus. 



Die Türen des Fahrzeuges werden aufgemacht
 



Der eingeklemmte Fahrer ist befreit
 

Während der Erstversorgung des Verletzten durch den Notarzt wurden die Front- und die Heckscheibe verklebt und abgenommen. Schließlich konnte die Fahrertür ebenfalls abgetrennt werden. Da die Person jedoch auch noch mit den Füßen eingeklemmt war, wurde entschieden, das gesamte Dach abzunehmen. So konnte die Person dann schonend aus den Fahrzeug gerettet und dem DRK übergeben werden.

Die Mannschaft des LF8 mit der Anhängeleiter (AL18) übernahm die Rettung der Personen aus dem Bürogebäude und die Brandbekämpfung im Hochregallager sowie die Rettung der unter der Gitterbox eingeklemmten Person.

 

Schnell war klar, dass diese Schadenslage nicht durch die eigenen Kräfte voll abgedeckt werden konnte. Somit wurden alsbald die Kameraden aus Filderstadt-Sielmingen und aus Filderstadt-Bonlanden alarmiert. Die "Sielminger" übernahmen die Rettung der Person aus dem Transporter während die "Bonländer" mit der Drehleiter die Rettung der Personen aus dem Bürotrakt übernahmen.


Viele Interessierte Mitbürger, unter ihnen auch die  Vertreter der Werksfeuerwehr von DaimlerChrysler und des THW und zahlreiche Gemeinderäte, verfolgten die Übung, die bei strahlendem Sonnenschein durchgeführt wurde, mit großem Interesse.  Wann hat man schon mal Gelegenheit die Rettung einer eingeklemmten Person zu verfolgen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, als "Gaffer" angeschaut zu werden.



Der Fahrer des Transporters wird von den Kameraden aus Filderstadt-Sielmingen versorgt.
 



Die eingeschlossenen Personen aus dem Bürogebäude werden über  Leiten befreit.

In der anschließender "Manöverkritik" im Rettungszentrum lobten Kommandant Gerhard Fuchs und Bürgermeister Ingo Hacker auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Team der Feuerwehr und den Einsatzkräften des DRK sowie mit den Nachbarwehren aus Filderstadt-Sielmingen und Bonlanden. BM Hacker: "Nur durch konstantes Üben und Einsatzbereitschaft kann dieser Standard erreicht und gehalten werden - dafür möchte ich Ihnen als oberster Dienstherr auch im Namen de Gemeinde meinen herzlichsten Dank und meine Hochachtung aussprechen." Der Geschäftsführer von MBGTC, Thomas Lechler dankte der Freiwilligen Feuerwehr und dem stellvertretenden Kommandanten und Einsatzleiter Ralf Vollenkemper für die gute Vorbereitung der Übung und die kooperative Zusammenarbeit.

 


 

zurück zu den seitherigen aktuellen Seiten