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Hauptübung am 16. Oktober 2004 bei Fa. Thyssenkrupp Aufzugswerke Neuhausen GmbH
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16. Oktober 2004 fand unsere alljährliche Hauptübung auf dem Gelände der Fa.
Thyssenkrupp Aufzugswerke statt. Übungsannahme war, dass es in der vor 1 1/2 Jahren neu errichteten Pulverbeschichtungsanlage zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand gekommen war. Die Feuerwehr Neuhausen wurde über das Auslösen der Sprinkleranlage um 15:30 Uhr alarmiert. Durch den Druck der Verpuffung war es auch noch zu einem Brand einer Gasflasche gekommen, der nun auf das Gasflaschenlager überzugreifen drohte.
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Eine besondere
Schwierigkeit bei unserem diesjährigen Objekt waren zum einen die recht
langen Wege von den Fahrzeugen zur Einsatzstelle, denn das gesamte Areal der
Fa. Thyssenkrupp Aufzugswerke erstreckt sich über insgesamt 48.000 qm. Zum
anderen sind die Fahrwege für die Fahrzeuge recht eng. Hier war es wichtig,
dass die Einsatzplanung vorausschauend war, denn es gab fast kaum
Möglichkeiten, dass zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikamen.
Nun aber zum Übungsablauf: Nach der Alarmierung rückten alle unsere Fahrzeuge zum Übungsobjekt ab. Das LF16 hatte die Aufgabe, sich über einen Seiteneingang Zugang zum Halleninneren und zu der Pulverbeschichtungsanlage zu verschaffen. Dort war vor allem die Menschenrettung erste Aufgabe. |
| Zusammen mit der
Mannschaft des LF8 wurden insgesamt 12 "Verletzte" gerettet und dem
DRK übergeben. Beim Innenangriff waren vor allem die langen Wege zur
Brandstelle eine große Herausforderung, denn vom Seiteneingang bis zur
Einsatzstelle waren es gut und gerne 200 Meter. Da die "Verletzten" zum Teil
unter schweren, durch die Verpuffung umgefallenen, Regalen lagen, mussten
zur Rettung noch Hebewerkzeuge an die Einsatzstelle gebracht werden.
Trotz der widrigen Umstände wurde aber der erste Verletzte bereits 15 Minuten nach Alarmierung (also inklusive der Anfahrtszeit) dem DRK übergeben. Der letzte der 12 "Verletzten" konnte nach insgesamt 44 Minuten an die Verletztensammelstelle, die vom DRK eingerichtet wurde, gebracht werden. |
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Die Mannschaft
des TLF16 hatte die Aufgabe, den Gasflaschenbrand unter Kontrolle zu bringen
und das Gasflaschenlager zu kühlen und zu sichern. Ebenfalls musste die
angrenzende Schreinerei vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden.
Hierzu wurde eine Wasserwand aufgebaut, die den Funkenflug abhalten soll.
Die Kameraden des GWT mit der AL18 mussten 2 Personen, die sich auf dem Dach des Gebäudes befanden über die die Leiter in Sicherheit bringen. Die weitere Aufgabe bestand darin, das Dach des Gebäudes zu beobachten und zu sichern, damit sich der Brand nicht unbemerkt über das Dach ausbreitet. |
| Da es sich um
einen sehr großen Komplex handelte, wurden als Überlandhilfe das LF16 aus
Filderstadt-Sielmingen und die Drehleiter aus Nürtingen angefordert. Diese
hatten die Aufgabe, zusammen mit dem TLF16 aus Neuhausen, den Brand der
Pulverbeschichtungsanlage unter Kontrolle zu bringen. Die Mannschaft aus
Filderstadt-Sielmingen musste hierzu über eine Außentreppe ins Halleninnere
vordringen. Die Kameraden aus Nürtingen sicherten von der Drehleiter aus das
Dach. Um ca. 16:30 Uhr konnte dann der Einsatzleiter Ralf Vollenkemper das Übungsende verkünden, und es konnte zusammengeräumt werden. Da bei dieser Übung sehr viel Schlauchmaterial verwendet wurde, hatten die Kameraden dann alle Hände voll zu tun um alles wieder einzupacken.
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Nachdem dann im Rettungszentrum alle Fahrzeuge wieder bestückt und einsatzfertig gemacht waren, konnte Kommandant Gerhard Fuchs alle Beteiligten zur "Manöverkritik" begrüßen. Sein besonderer Gruß galt unserem Bürgermeister Ingo Hacker und den Damen und Herren des Gemeinderates, dem Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, dem Bereitschaftsführer des DRK Michael Luick und nicht zuletzt dem Geschäftsführer der Fa. Thyssenkrupp Aufzugswerke Herrn Pitzer und den Leiter der Arbeitssicherheit H. Lutz. Gerhard Fuchs zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Der stellvertretenden Kommandant und Einsatzleiter der Übung Ralf Vollenkemper erläuterte dann den Übungsablauf und hob vor allem die gute Funkkommunikation und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem DRK hervor. Der Bereitschaftsführer des DRK Michael Luick bedanket sich dann für die Einladung zu dieser Übung und hob hervor, dass diese bei 12 Verletzten und 7 Helfern des DRK auch für seine Truppe eine Herausforderung war. |
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Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem
Ablauf der Übung, auch wenn noch ein paar Kleinigkeiten, wie beispielsweise
das Öffnen der Rauchabzugsklappen nicht so ganz geklappt haben.
Bürgermeister Ingo Hacker stellte dann noch heraus, dass die Fa.
Thyssenkrupp Aufzugswerke der größte Industriebetrieb in der Gemeinde
Neuhausen ist, und mit ca. 1000 Beschäftigen auch der größte Arbeitgeber.
Herr Pitzer bedanket sich im Anschluss ebenfalls dafür, dass wir diese Jahr
die Fa. Thyssenkrupp Aufzugswerke als Übungsobjekt gewählt haben. Der
Chefkoch der Kantine der Thyssenkrupp Aufzugswerke hatte sich ebenfalls ins
Zeug gelegt und für uns eine deftige Mahlzeit in Form von Schweinehals,
Kassler und Sauerkraut zubereitet. Nach dem Essen fand dann noch für die
Gemeinderatsmitglieder die Vorführung von verschiedenen Wärmebildkameras
statt, da diese speziell in einem so weitläufigen Komplex die Suche nach
Personen erheblich vereinfacht.
Danach konnten dann alle diese Übung beim gemütlichen Beisammensein im Rettungszentrum ausklingen lassen.
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