14.9.2003
 


Übung im Brandcontainer am Flughafen Stuttgart

 10.9.2003

 
Am Mittwoch den 10.9. 2003 wurde es für einige unserer Atemschutzträger richtig "heiß". Wir hatten für sie einen Brandcontainer, der zur Zeit auf dem Stuttgarter Flughafen seht,  reserviert. In diesem können gefährliche Brandsituationen nachgestellt und somit am eigenen Leib erfahren werden. Vor allem konnten sie einmal einen "Flashover" bzw. einen "Backdraught" hautnah miterleben, denn  bei einem realen Brand können diese beiden Phänomene lebensgefährlich werden und niemand ist erpicht darauf, dies zu erleben. Im Brandcontainer können diese Situationen allerdings so gesteuert werden, dass niemand zu Schaden kommt. Trotzdem ist es nicht ganz angenehm, da kurzfristig Temperaturen im Deckenbereich von ca. 600-800 Grad Celsius entstehen.


Der Brandcontainer


Kurz vor dem Einstieg ins "Treppenhaus"
 

Hier nun der Bericht unseres Atemschutzträgers Uwe Thiele:

Nach einer Multimedia Einweisung im Umgang mit Flashover und Backdraught wurde uns noch mal in Erinnerung gerufen was wir bereits alle bei der Atemschutzausbildung gelernt hatten. Wie gehe ich optimal zum Brandherd vor. „Oberster“ Grundsatz ist nach wie vor immer Unten bleiben, nicht auf den Knien sondern immer in „Entengang“

Wir stiegen vom Dach des Containers auf einer Leiter, unter der bereits ein Feuer tobte, hinab ins „Wohnzimmer“ dort brannte bereits der „Fernseher“ und die Umgebung. Wir löschten also zuerst das Feuer unter der Treppe und aktivierten den Rauchabzug. Dann gingen wir vor zum Zimmerbrand. Vom Wohnzimmer aus entdeckten wir den Brand des Gaszählers. Der Brand wurde gelöscht und der Gashahn zugemacht. Die Ausbilder im Leitstand „regelten“ dort dann unseren Löscherfolg. Weiter in tiefer Gangart ging es durch eine schmale Tür zum „Industriebrand“ in diesem kleinen Raum war es sehr warm, deutlich wärmer als zuvor. Dieses Feuer war auch länger zu bekämpfen.


Die Teilnehmer
 


Die Vorbereitungsarbeiten zum "heißen" Erlebnis
 

Und dann wieder alles zurück, natürlich stand wieder alles in Flammen. Zwischendurch erlebten wir dann einen „Flashover“ der die Zimmertemperatur deutlich erhöhte. Auf dem Rückweg galt es abermals den Brand am Gaszähler zu löschen . Natürlich hatte auch der Brand unter der Treppe wieder aufgelodert und nach dem Löschen dieses Brandes ging es zurück Treppe hoch, Tageslicht - Übungsende.
Nach Ablegen der Geräte und  Nachfüllen der verlorenen Körperflüssigkeiten ging es zur Nachbesprechung in der dann die Ausbilder uns bescheinigten was wir gut gemacht haben und wo noch Potential steckt. Auch wir vermittelten unsere Eindrücke und unterm Strich waren wir sehr mit der gelungenen Simulation zufrieden.

Eine Erkenntnis hatten wir jedoch gewonnen. Im realen Brandeinsatz ist es deutlich wärmer und nebenbei natürlich auch viel gefährlicher.



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